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Gleich zwei Termine für die Mundart-Veranstaltung im Musum Obermühle in Braunfels - bei bester Stimmung,
tollen Lied-, Gedicht- und Prosavorträgen, und natürlich Äbbelwoi unn Brezel
4.09.2009 im gut besuchten Kursaal von Bad Bocklet
Hui Wäller! - Das Begrüßungslied der Stockbirnscher zu einem gelungenen Mundartnachmittag des VEMuK.

VEMUK-Kontakt:


VEMUK-Aktuell


31.07.-1.08.2010: Rheinfahrt und Mundartmatinee.

Es war einmal eine wunderschöne VEMuK- Reise. Sie muss wirklich Klasse gewesen seuin, denn so viel Lob hat Marlit Hoffmann schon lange nicht mehr gehört.
Der Webmäächer will das Rad nicht neu erfinden, und wenn andere Gutes über den VEMuK schreiben, dann ist das bestimmt auch gut.
Bitte lest doch mal auf der Homepage des gastgebenden Vereins! Hier der Weg: www.Rheingauer-Mundartverein.de, im erscheinenden Bild links Mundartmatinee anklicken und weiter auf Presseberichte. L
esen.
Am Ende des Textes ist ein Link auf die "Bildergalerie" sowie auf "Presseberichte".

Ein herzliches Dankeschön nochmals an die Rheingauer Mundartfreunde, die Fotografen und die Presse!



Es war einmal...

31.07.-1.08.2010: Rheinfahrt und Mundartmatinee.

Ja, der VEMuK hat auch für 2010 wieder eine Fahrt geplant. Zwar nur über zwei Tage, aber die sind gut ausgefüllt. Am Samstag, dem 31. Juli 2010 werden morgens die Mitfahrer eingesammelt. Erster Akt: Stadtführung in Wiesbaden mit Auffahrt zum bekannten NEROBERG. Weiter zum Schiffsanlager Rüdesheim und Rheinfahrt bis nach St. Goarshausen. Das gemeinsame Abendessen ist für 19 Uhr geplant. Danach viel Zeit für Gespräche, Vorträge, Lieder..., halt so, wie wir es von unseren Fahrten gewöhnt sind.

Am Sonntag, 1. August, geht es um 8:30 Uhr ab nach Kiedrich, wo in der Ruine Scharfenstein von 11 - 14 Uhr eine Mundartmatinee der Rheingauer Mundartfreunde stattfindet. Natürlich gibt es dort was zu Essen und zu Trinken (Selbstversorger). Und der VEMuK ist dabei. Und wird sich aktiv am Programm beteiligen. Danach geht die Fahrt weiter zum weltbekannten Kloster Eberbach, wo uns unsere Gastgeberin, Frau Albert, führen wird. Ankunft an den Bushaltestellen gegen ca. 20 Uhr. Die genaue Zeit sagt uns dann unser Busfahrer.

"Mir freue sich" auf schöne gemeinsame Stunden im Kreise der "Plattschwätzer"

17. / 18. 10.2009: Mundart im Museum Obermühle in Braunfels (siehe VEMuK-Termine)

Es war schön in der Obermühle. Die Atzbacher "Spätzünder" brachten ihr Liedchen von den gackernden Hühnern - und schon hatte unser 2. Vors. Manfred Anschütz ein Gedichtchen gemacht, er hat´s ja zu gern mit den Deijern!

Ei, jo Kall,   (Manfred hatte die eMail abgeschickt ohne Anhang, und unser Webmäächer konnte damit nichtsd anfangen...)
 
Ei, go.. go.. goog, gegoog,
eas woar en schihne Doag.
Die Leu däi sasse wäi off Stange
un googsde däif un huug, ganz uubefange,
jo, woann zwa goure Hinkel gatze kunn,
dann gidds em Hoob erscht richtich runnd.
Die Owwermill hat noch nie suun goooogsiche Hit,
wäi vo de Mechthild un de Annemarie Schmidt,
mir hoffe all, däss dodevo un neäwebei
neuje Eier ausgebreud weänn,  su zwa bis drei
dann piebse däi aach nächstes Juhr 
"Kommt zoum Vemuk:  Jo,ei Ei - dann luur!"
 
Googsiche Grüße, aach voom Editche...
un ich muß schnell e Eij leeje gih
 
tschüss
Mampf

6.09.2009: VEMuK-Reise in die Rhön

Vom 4. - 6. September 2009 waren 35 VEMuK-Mitglieder mit dem Bus in der Rhön und hatten in Bad Bocklet ihren Standort augeschlagen. Hier ein erster kurzer Bericht in der Hoffnung, dass der Webmäächer noch eine gute Reportage bekommt.

Also - es war wieder mal so richtig Spitze! Lange nicht mehr so gelacht und im Frohsinn gekurt. Fahrt ohne Vorkommnisse, Unterkunft prima, Essen zu gut und eine Stimmung, die nicht besser sein konnte. Organisator Manfred Anschütz hat sich selbst übertroffen! Danke!

Im Fotoalbum auf Seite -4- einige Fotos, zwar nur von einer einfachen Digi-Kamera, aber dafür schon jetzt.

Die nächste Reise ist auf allgemeinen Wunsch schon in der Planung!


9.07.2009: Manfred Anschütz und seine Glanznummer "Deijern schwäddse platt"

Einer der "stärksten" Vorträge vom VEMuK-Vize wurde jetzt im Rahmen des Ochsenfestes Wetzlar vom "mittelhessen-tv" vor Ort aufgenommen und mit Originalgeräuschen untermalt. Einfach stark!

Mundartfreunde sollten sich diese Sendung nicht entgehen lassen. Also: www.mittelhessen-tv.de aufrufen und viel Spaß haben!!!


17.06.2009: Emil Winter ist das 2. Ehrenmitglied des VEMuK!

Am 17. Juni 2009 feierte "unser" Emil Winter seinen 80. Geburtstag. Diesen besonderen Tag nahm der Vorstand des VEMuK zum Anlass, Emil in Anerkennung seiner großem Verdienste um den VEMuK zum zweiten Ehrenmitglied unseres Vereins zu ernennen.

Hier die Laudatio unseres 2. Vorsitzenden Manfred Anschütz:

Laudatio für Emil Winter

zur Ehrenmitgliedschaft am 17. Juni 2009 an seinem 80. Geburtstag.

Emil, wir alle lieben und ehren Dich in besonderem Maße.

Dein langjähriger Einsatz in Wort und Schrift für den Erhalt der Mundart ist ein Zeichen von großer Liebe zur Heimat. Du konntest nicht nur kulturelle Akzente setzten, sondern für die Bürger aus allen Gesellschaftsschichten ihre Mundart als ein Teil der Seele manifestieren.

Deine fundierten Ratschläge, Deine analytischen Forschungs- und Erinnerungsberichte, Dein akribisch ausgearbeitetes Mittelhessisches Wörterbuch, Deine eigenen Mundartbücher, Broschüren, Zeitungsbeiträge, Deine vielfältigen, vielzähligen Gedichte, Erzählungen, Berichte, Deine literarischen Partnerschaften, Deine großartigen Gründungsideen bei gleichgesinnten Heimat- oder Mundartvereinigungen, Deine Interpretationskunst mit aller Routine und Gewandtheit, Deine sympathische und selbstsichere menschliche Art, Deine Ausdruckform bei spontanen Rundfunk und Fernsehauftritten und öffentlichen Vorträgen und noch viel, viel mehr, so dass das gemütliche Menschengehirn es gar nicht alles erfassen kann, ja, das ist alles aus Deinem Gedankenborn der Mundart und Sprache, und Deiner mittelhessischen Region und Bevölkerung entsprungen.

Du konntest es so recht bündeln und nach Deiner individuellen Art be- und verwerten, dass wir es in unserem Verein zur Erhaltung der mittelhessischen Mundart und Kultur mit Fug und Recht übernehmen können und auch in Deinem Sinne weiter kämpfen, dass unsere geliebte Mundart und im weitesten Sinne auch unsere Kultur noch lange erhalten und bewahrt bleibt.

Du darfst Dir in Deinem Herzen und Verstand begreiflich machen, dass wir nicht alle Tage auf unserer Heimaterde verweilen dürfen, aber, dass es in Deinem bzw. unserem Umfeld viele Menschen gibt, die gerade Dein geleistetes Gemeinwohl in höchstem Maße ehren, so wie wir es im VEMuK und besonders im Vorstand tun.

Wir wünschen Dir, lieber Emil, alles Gute, und hoffen, dass Du an der Seite Deiner lieben Frau Lore und Deiner Familie noch lange lebst, denn Du wirst noch gebraucht, gelle! 

Und wir zählen auch noch auf Dich und Deinen Rat und Deine Liebe zur MUNDART und KULTUR. 

Dein Vasall Manfred

sowie der gesamte VEMuK- Vorstand  und die Mitglieder    

 

Die Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft wurde am 17. Juni 2009 im Beisein aller Geburtstagsgäste feierlich überreicht. (Ausschnitte dem Geburtstagsempfang  wurden noch am gleichen Tag gegen 16:30 Uhr von hr4 / Studio Giessen gesendet.)

 

 

20.04.2009: UNESCO sieht 13 Mundarten in Deutschland gefährdet!

Die RP - Rheinische Post meldet in der online-Ausgabe vom 19.02.2009, dass langfristig 13 deutsche Mundarten, u.a. Bairisch (immerhin 16 Mio Nutzer) vom Aussterben bedroht sind. "Das Gleiche gilt für das Rheinfränkische, zu dessen ausgeprägtesten Mundart das Hessische gehört."

Diese Meldung ist alarmierend, aber wir sind mit dem VEMuK und seiner Arbeit auf einem Weg und freuen uns, dass das Mittelhessische immer noch eine Daseinsberechtigung hat. Also - Plattschwätzen - so wie jedes das gewöhnt ist.

4.4.2009: Vorstandswahlen

Die Wahlen zum Vorstand waren schnell und erfolgreich erledigt: Alle stellten sich einer Wiederwahl, alle wurden einstimmig gewählt, und alle Gewählten nahmen die Wahl an. Der VEMuK kann also wieder mit seiner bewährten Führungsmannschaft arbeiten. Glüchwunsch den Gewählten, Glückwunsch dem VEMuK!


4.4.2009: Unserem ERSTEN Ehrenmitglied

Margarete Steinhaus unsere allerherzlichsten Glückwünsche!

Unserer Seniorin hat unser Mundartverein viel zu verdanken. Deshalb haben Vorstand und Mitgliederversammlung sie zum Ehrenmitglied des VEMuK ernannt. (Wir berichten noch ausführlich)


Mitten in einem Vortrag verstarb am Samstag, 5.4.2008, im Alter von 68 Jahren unser Beiratsmitglied und aktiver Mundartfreund

OTTO ROOS aus Hohensolms.

Otto war eines unserer sehr aktiven Mitglieder, der sich besonders um die Verbreitung der Mundart bei Kindern und Jugendlichen (siehe Unsere Jugend) kümmerte und mit seiner sonoren Stimme die Zuhörer in seinen Bann zog. Auch übte er mit seinen Schützlingen die Deutsche Schreibschrift (auch Sütterlin genannt). In der Wetzlarer Neuen Zeitung vom 8.4.2008 ist ein Nachruf zu lesen.

Wir sind sehr betroffen von seinem so plötzlichen und viel zu frühen Tod.

Unser Mitleid gilt seinen Angehörigen. Wir werden Otto sehr vermissen und uns mit Dankbarkeit an ihn erinnern.

Unsere Erika Nebeling, die das Drama unmittelbar miterlebte, hat nachstehendes Gedicht über den Otto beim Otto-Roos-Gedächtnis-Stammtisch in Hohensolms vorgetragen. Wir wollen es nicht vorenthalten:

E Gedicht fir de Otto

zum „Gedächtnis-Noachmiddoag“ von Erika Nebeling vo Atzbach

Die Welt es e ganz Steck ärmer woan,  

mer huu euse Freund, de Otto, veloan!

Seu schiene Geschichte wean mer ned mieh hean, 

wean en ned mieh seh off de Bühn med seun Keann,

woarim nur musste so plötzlich gieh?

Mer will un mer kann’s noch goar ned vestieh.

Doas,  woas em besonnesch oom Heaze loach,

de Fottbestand euser Moddersproach,

dofiir horre sich immer un bis seletzt

begeistert un tatkräftich eangesetzt.

Aach’s iwwersetze voo aale Schrefte,

imm manch historisch Geheimnis se lefte,

horre med Freud un Inbrunst betrewwe,

doch Ooerkennung es em vesagt geblewwe!

Wej schuu oft bestätigt sich’s hej werre leider:

Wer Gruußes leist, hott aach viele Neider!

Bei eus em Veein woar doas ned de Fall,

mir konnt’n goud leire un schätzten aach all.

Doch so schmeatzlich mir’n aach vemisse wean,

ich glawwe, e häd doas goar ned so gean,

wann mer hau nur trauriche Gesichter mache,

doofiir deare selwer viel se gean lache.

Un wann ich mer viirstenn, wej e so woar,

dann – nemmt mesch ned iwwel – glaw ich segoar,

e setzt schuu off Wolke siwwe awei

un brengt de Engelcher Sütterlin bei.

 

Am 10.3.2008 verstarb im Alter von 75 Jahren unser sozial sehr stark engagiertes und in Mundartkreisen weitbekanntes Mitglied

OTTILIE MARTIN aus Rechtenbach, Trägerin des Bundesverdienstkreuzes.

Ottilies Wirken hier zu auch nur annähernd umfassend zu beschreiben, ist unmöglich. In der Wetzlarer Neuen Zeitung vom 13.3.2008 wurde ein Versuch in dieser Richtung unternommen.

Die begnadete Mundartdichterin, Interpretin und Autorin hat mit ihren Aktivitäten davon abzulenken gewusst, dass sie seit annähernd 20 Jahren Mehrfach-Organ-Implantierte war.

Viel zu früh hat uns Ottilie verlassen.  

Unser Mitleid gilt ihren Angehörigen, insbesondere ihrem Mann, Vorstandsmitglied Wolfgang. Wir werden Ottilie sehr vermissen und uns in Dankbarkeit ihrer erinnern. 

 

20.1.2008:  Der VEMuK war dabei!

Die "Montagsmänner" und ihre Großveranstaltung "Rick e bissche näher"

Die 350 begeisterten und gut gestimmten Besucher werden diese Mundartveranstaltung so schnell nicht vergessen! Ein wahres Feuerwerk in Vortrag, Gesang, Sketch und Zauberei brachte das volle Bürgerhaus in Ehringshausen in Wallung, und das über einen Zeitraum von mehr als drei Stunden ohne Pause! Gratulation an die "Montagsmänner", die sich frühzeitig nach entsprechenden Interpreten umgeschaut hatten und beim VEMuK fündig wurden. Mit von der Partie waren Erika Nebeling, "De Dejfebächer Bodderlächer" und die "Stockbirnscher", die ihre Sache wieder bestens gemacht und so für die Mundart kräftig geworben haben.

Unsere 1. Vors. Marlit Hoffmann hatte einführend auf den Wert und die Bedeutung der Mundart in der heutigen Zeit hingewiesen und so die Besucher auf das Programm eingestimmt.

Den "Montagsmänner" ein herzliches Dankeschön für diese schönen Stunden ,und ein Super-Kompliment für die Auswahl der Interpreten, für die Saalgestaltung und für die Betreuung mit Kuchen und Getränken. Das war"Spitze" !

 

11.01.2008:  Google und VEMUK

Hach, ich, der Webmächer, bin ja so richtig stolz auf das Ergebnis meiner Arbeit. Und auf den Bekanntheitsgrad des VEMUK! Nur so zum Spaß habe ich heute mal in Google den Suchbegriff VEMUK eingegeben. Nicht zu fassen, wie oft und wo überall Hinweise auf den VEMUK stehen. Und oft gibt es den direkten Weg zur VEMuK-Homepage! Gönnen Sie sich doch auch mal diesen Spaß!

 

Dauerserie des hr4: PERLEN DER MUNDART

So kommen Sie zu einem Mundart-Hörgenuss: Klicken Sie sich durch:  www.hr4.de ... Studios Frequenzen... Gießen... Menschen Mundart und Kultur... Perlen der Mundart... Audios Mundart zum Nachhören... 

 

3.01.2008: so stand es auf der hr4-homepage (www.hr-online.de)

"Gute Geschichten und deftige Sprüche aus Mittelhessen"

Auch 2008 soll wieder ein Mundartjahr für die Region werden, wir vom hr4-Studio Mittelhessen planen, Ihnen zusammen mit der Wetzlarer Neuen Zeitung (KH: Zeitungsgruppe Lahn-Dill) heimische Mundart-Musikgruppen vorzustellen, und unsere Perlen der Mundart bekommen Sie auch weiterhin zu hören, im Radio und im Internet. Denn gute Geschichten und deftige Sprüche gehen uns so schnell nicht aus.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an VEMUK, den Verein zur Erhaltung der mittelhessischen Mundart und Kultur - ohne ihn wären wir Radioleut' in Sachen Mundart garnicht soweit gekommen!

Also: freuen Sie sich mit uns auf Verzählcher, Gereimtes en Gesoang aus Mittelhesse, auch 2008 reden wir, wie uns der Schnabel gewachsen ist.

Ihre Marina Gust - Studioleiterin Gießen -"

28.12.2007:  Das haben die vier Bürgermeister SUPER gemacht! Fröhlich bei der Sache, flott in ihrer Mundart, und dann noch eine nicht zu überhörende Werbung für den VEMuK. Die Chefin hat's mit viel Freude im Studio miterlebt. Es sei ihr gegönnt!

22.12.2007:  Vier Bürgermeister aus der Region Mittelhessen schwätzen platt...

Da hatte unsere 1. Vorsitzende wieder mal eine Idee...

Ergebnis: Am Freitag, 28. Dezember 2007, zwischen 16 und 17 Uhr sind vier Bürgermeister live im hr4 zu hören, die in heimischer Mundart über ihre Tätigkeiten und über ihre Gemeinde berichten. Wir werden es hören: In Mittelhessen gibt es noch viele Bürgermeister, die gerne und bewusst ihre Mundart sprechen. Studioleiterin Marina Gust vom hr4-Studio Gießen hat vier ausgewählt, die jeweils eine Gegend aus Mittelhessen repräsentieren.

Götz Konrad, Bgm. von Eschenburg (und VEMuK-Mitglied),

Bernd Schmidt, Bgm. in Dautphetal

Dr. Manfred Schmidt, Bgm. in Hüttenberg (und VEMuK-Mitglied)

Herbert Unger, Bgm. in Florstadt.

10.11.2007: Jahresabschlussabend in der Obermühle in Braunsfels

Zum traditionellen Jahresabschluss bei deftigen Speisen, guten Getränken und Zeit zum Schwätzen waren am 3. November 2007 etwa 70 Mitglieder und Gäste gekommen. Raum und Tische waren herbstlich dekoriert, und unser Musikus Gerhard Keil, Grünberg, unterhielt dezent mit (GEMA-freien) Eigenarrangements. Die 1. Vorsitzende Marlit Hoffmann führte durchs anspruchvolle Programm.

Während der vierstündigen Veranstaltung (bei einigen soll es auch noch länger gewesen sein, auch hat auch von Übernachtungen gehört) wurden Beiträge mit unterschiedlichstem Inhalt gebracht, zum Nachdenken und zum herzhaft-fröhlichen Lachen. Vortragende waren unter anderen Richard Jung (Albshausen), Ottilie Martin (Rechtenbach), Jürgen Piwowar (Berlin), Lieselotte Reuter (Brandoberndorf), Vize Manfred Anschütz (Wetzlar), Erika Nebeling (Atzbach), Brigitte Funk (Beilstein), Otto Roos (Hohenahr), Otto Balser (Lich), Ingeborg Höbel (Arborn)... Als besonderen Gag hatte Manfred Anschütz ein Liedchen gedichtet, dessen Refrain die ganze Mannschaft fröhlich mitsang.

Riesig haben sich alle über das Kommen unseres Ehrengastes, MdB Helga Lopez, gefreut und mit Beifall willkommen geheißen. Trotz ihrer vielen Termine hat sich die inzwischen wieder von ihrem Beinbruch Genesende nach Braunfels aufgemacht und die dort Versammelten in schönster Biebertaler Mundart begrüßt. Bald musste sie wieder gehen, nicht ohne einen schöne Spende dazulassen und dem Versprechen, Mitglied des VEMuK werden zu wollen.

Das war wieder mal ein unterhaltsamer, vergnüglicher Abend! Gut so, dass der Termin inzwischen aus dem Trubel der vielen Weihnachts- und Familienfeiern terminlich vorverlegt wurde. Wann und wo wir uns das nächste Mal treffen, werden wir rechtzeitig bekannt geben.

 

17.06.2007: Saarländisch-Lothringisch-Hessisches Mundart-Treffen am 15. - 17. 06. 2007 in Auersmacher/Saarland

 

Es ist nicht zu fassen: Die schönen Tage sind schon wieder vorbei. Wir haben uns so richtig unter Freunden gefühlt, und die Mundart hatte nur Pause, wenn wir den Erklärungen bei dem Empfang und bei Besichtigungen lauschen sollten.

Ganz schnell wollen wir uns auf unserer Website zurück melden - mehr später!

Unsere Künstler sind unermüdlich, und auf der Heimreise trugen die "Stockbirnscher" in ihrem frisch gedichteten Lied noch mal die Eindrücke der Begegnung kurz zusammen (Fehler möge man mir verzeihen!):

Und hier kommt nun Paul Kortz zu Wort:

De VEMuK-Ausflug

Ess woar emm Sommer, emm Juni   de VEMuK wollt off Reise gieh.

Schunn ville Woche woar geplant,   die Marlit hat's oarg goud gemoant,

se fuhr met uus hier noach Saarbricke   unn deat uus met der Raas beglicke.

Unn kaum woann mör doa oagekomme,   doa hoat's Programm aach schunn begonne.

Ea Mitglied aus uusem Verein,   woar emm Saarland etz daheim.

Oam Owend hoatt der uus empfange,   met Gips oam Boa, zoum Laafe Stange.

Aus Saargeminn woann aach noach doa,   zwaa Gäste dej aach Platt dern soa.

Met lusdiche Vierträg neawebei,   ging der Owend vill se schnell vorbei.

Oam nächste Doag woar ea gruuß Fest   unn Auersmacher doaß Dorf heaßt,

met Bloasmussik und vill Trara  woar dej Stimmung wunderbar.

Emm mittelhessische Platt,   schwaetzte mir doa voa de Büh'n erab.

Wej uuse Viertrag doa woar aus,   kroache mir ganz doll Applaus.

Unn doa oahm nächste Doach geschwinn,   fuhrn mir mörrem Bus nach Saargeminn.

Enn Empfang em Rathaus voa de Stoadt,  jedem oarg goud gfalle hoatt.

Oam Middoag goabb's doa Köstlichkeite,   dej dej fier uus dern zoubereite.

Doa gings enns Hotel, doas woar klar,   weil wörrer woas oahm Owend woar.

Oahm letze Doag stann off dem Plan,   mir deare zoum Freuschoppe foahrn.

Enn Auersmacher deare mir   doa bis zou de Hoamfahrt dreanke Bier.

Doa ging's serick noch Richtung Hesse,   innerwegs woar noach gegaesse, 

unn oahm Owend ganz noach Plan   koame mör enn Wetzler an.

 

7.06.2007: Hessentag in Butzbach / VEMUK-Total

Das kann man wirklich sagen: Der 7.6.2007 war der Tag des VEMUK in der alt-ehrwürdigen Stadt in der Wetterau! Vor der herrlichen Kulisse des Rathauses und des Marktplatzes der Stadt Butzbach mit seinen vielen Fachwerkbauten hatte der VEMUK seinen großen Auftritt im Rahmen des HESSENTAGES 2007. VEMUK-Vize Manfred Anschütz hatte ein Super-Programm zusammen gestellt, und an den Darbietungen unserer Aktiven konnte man erkennen, welche Freude der Auftritt machte.

Ab 11:00 Uhr lief ohne Unterbrechung bis 17:00 Uhr  ein abwechslungsreiches, tolles Programm ab mit Mundartliedern, Sketchen und Trachtentänzen, gewürzt mit Anekdötchen und witzigen Erzähl'cher vom Moderator "Mamfred", der souverän durch das Programm führte.

Bei Temperaturen um die 30 °C und strahlend blauem Himmel kamen nicht nur die Aktiven ins Schwitzen, auch die Zuhörer und Zuschauer hatten mit diesen Temperaturen zu kämpfen. Ein besonderes Lob an unsere Gäste:  Ein dankbareres Publikum konnten sich unsere Aktiven nicht wünschen.  Beifallfreudig, zum Mitsingen  gestimmt  und mit großem "Sitzfleisch" ausgestattet, begleiteten sie das VEMUK- Programm über den ganzen Tag. Und der Ruf nach "Zugabe"  verstummte nicht. Besser konnten sich unser Verein und seine Mitglieder nicht darstellen.

Nicht nur der VEMUK und seine vielen anwesenden Mitglieder werden diesen Tag so schnell nicht vergessen, bestimmt konnten wir auch den einen oder anderen Zuhörer für den VEMUK gewinnen. Allen Aktiven und insbesondere unserem "Mamfred" herzlichen Dank für diesen Einsatz!


21.04.2007: Kurzfassung des Protokolls der Jahreshauptversammlung 2007 am 31.03.2007

Die 1. Vors. Marlit Hoffmann begrüßt die  erschienenen 43 Mitgliedern, verliest die Namen der in 2006 eingetretenen Mitglieder und ruft zur Totenehrung eines Mitglied auf. Der 1. Schriftführer Karl-Paul Kortz hat von vielen Aktivitäten zu berichten, und der 1. Kassierer kann eine geordnete Finanzlage vorlegen, was von den Kassenprüfern bestätigt wird. Die Entlastung des Vorstands erfolgt einstimmig. Außer einem neuen Kassenprüfer stehen keine Wahlen an.


Das Vereinsprogramm 2007 ist wieder sehr umfangreich. Da wäre der Hessentag (dieses Jahr in Butzbach), an dem der VEMUK umfangreich beteiligt ist, und natürlich die Saarländisch-Lothringisch-Hessische Mundartbegegnung in Auersmächer. Am 30. 9.2007, 14 Uhr, wird im Kloster Altenberg (Solms-Oberbiel) wieder ein Mundart-Gottesdienst mit Pfarrer Platt sein. Außerdem sollen die Stammtische - wie früher - wieder an verschiedenen Orten durchgeführt werden. Die harmonisch verlaufene Versammlung konnte um 18:30 Uhr offiziell geschlossen werden, so dass sich alle auf den nachfolgenden Feier-Abend zum 10-jährigen Bestehen des VEMUK freuen konnten.



10 Jahre VEMUK:

so berichtete die Zeitungsgruppe Lahn-Dill am 2.April in ihren Zeitungen:

"Der Landrat scherzt auf Platt"

VEMUK feiert in der "Obermühle" zehnjähriges Bestehen

Der Verein zur Erhaltung der mittelhessischen Mundart und Kultur (VEMUK) hat am Samstagabend in der Braunfelser Obermühle seinen zehnten Geburtstag gefeiert. Freunde des "Plattschwätzens" verlebten ein mit Spaß und Fröhlichkeit ausgefülltes Jubiläumsfestival, das sich bis Mitternacht hinzog.

Vorsitzende Marlit Hoffmann, die auch die Veranstaltung mit120 Besuchern moderierte, hieß unter den Ehrengästen besonders Landrat Wolfgang Schuster, den an diesem Abend noch amtierenden Braunfelser Bürgermeister Dieter Schmidt und Ex-Landrat Karl Ihmels sowie Marina Gust (hr 4) willkommen..."

Von allen Seiten hören wir, dass diese VEMUK-Veranstaltung überaus gut gelungen war und viel Freude bereitet hat. In bunter Folge wechselten sich Gedicht, Lied, Sketsch und Volkstanz ab, so dass keine Langeweile aufkommen konnte. Und natürlich waren Speis' und Trank gut und überreichlich dargeboten.

Der "neue" Landrat wusste sich mit launigen Worten in Platt gleich als Hiesiger auszuweisen, und dementsprechend fiel dann auch die Ehrung der Gründungsmitglieder und der 10-jährigen aus. Wir schließen uns dankbar den guten Wünschen an und hoffen, dass es mit dem VEMUK weiter so bergauf geht wie in den ersten zehn Jahren, insbesondere dass sich die Vorstands- und Beiratsmitglieder weiter für den Verein einsetzen und mit gutem Beispiel voran gehen.

Manfred Anschütz und Marlit Hoffmann haben sich mit dem Jubiläums-Vereinsheft 01/2007 viel Mühe gemacht und es interessant gestaltet. Mit 80 Seiten hat es deutlich den normalen Rahmen übertroffen, und so wurde der kleine Obolus von 3 Euro/Exemplar gerne gezahlt.

Wir könnten noch viel berichten, aber dann wird die Ladezeit unseres Internetauftritts für manchen doch recht lang. Jedenfalls waren der "Webmächer" und manch andere erst weit nach Mitternacht zu Hause!


30.1.2007:  An alle unsere Mitglieder ging heute ein dicker Briefumschlag heraus. Sein Inhalt

Ausschreibung und Anmeldeformular der VEMuK-Reise zur Saarländisch- Lothringisch- Hessischen Begegnung im Juni 2007 in Auersmacher ,

Einladung zur VEMuK- Jahreshauptversammlung am 31. März 2007 in Braunfels und

Aufforderung für schriftliche Beiträge für unser Jubiläumsheft (bis 20.02.2007)


Es hieß: Am Samstag, 27. Januar 2007, hr4 auf 90,5 bzw. 104,3 einschalten!


Diesmal berichteten Marlit Hoffmann (1. Vors.) und Manfred Anschütz (2. Vors.) über die Entwicklung des VEMuK und - natürlich - über Mundart. Wenn die VEMuK'ler gerne noch viel mehr 'rüber gebracht hätten, die Sendezeit ist halt immer zu kurz. Trotzdem war es wieder eine sehr gute Werbung für unseren Verein. Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön!

Es ist immer wieder eine große Herausforderung für unsere "Mundartschwätzer", alles schön in Mundart vorzutragen, auch wenn die Fragen nicht in Mundart gestellt werden. Aber zum Glück war am 23.01.2007 keine Livesendung, zu der man sich in Wetzlar getroffen hatte, sondern nur die Vorbereitung zur Sendung. Trotzdem hatten sich unsere "Vörderschten" einen Zettel auf den Tisch gestellt mit dem unübersehbaren Hinweis "Platt Schwätze!!!", damit Frau Dr. Christiane Hillebrand von hr4 nicht zuviel zu korrigieren hatte.


19.01.2007:
"Kinder, wie die Zeit vergeht!"

Der hr4 wird 20, und der VEMuK wird 10 Jahre alt. Warum sollte man das nicht gemeinsam feiern??? Unsere Vorsitzende Marlit Hoffmann und Studioleiterin Marina Gust vom Studio Gießen hatten da was Nettes ausgeheckt, und mit Erika Nebeling, Manfred Anschütz und Götz Konrad hatten sie eine nette einstündige Sendung mit viel Mundart (und viel Werbung für den VEMuK) gebracht. Dass hinter den Kulissen beste Feierstimmung herrschte, konnte man auch am Radio spüren. Und so kamen unsere "Plattschwätzer" hoch zufrieden nach Hause, nicht ohne neue Kontakte geknüpft zu haben.

15.12.2006: Super-Lob nach Wiesbaden!!!

So schnell kann "Wiesbaden" arbeiten:  Das Geld ist schon da, und die Empfänger können darüber für die vorgesehenen Zwecke verfügen. Vielen herzlichen Dank!

1.12.2006: Anerkennung aus Wiesbaden

Das war für unsere "Erste" so, als hätte sie das Geld selbst bekommen: Schöne runde 500,00 Euro für die Jugendarbeit im VEMuK hat sie auf ein Schreiben an die Kultusministerin Karin Wolff in Wiesbaden zugesagt bekommen mit der Auflage, es für die Jugendarbeit im Verein zu verwenden.

Die erbetene schnellste Benennung der Empfänger wurde im Vorstand abgeklärt und noch am gleichen Tag mit Verwendungsvorschlag nach Wiesbaden gemeldet:

Je 125,00 Euro sollen erhalten: Otto Roos für "seine" Mundartkinder von der "Dünsbergschule" Erda, Sybille Holighaus-Sauer für die Mundartgruppe der Schule Frohnhausen sowie die Jugendtrachtengruppen der "Hoingker" in Werdorf und des "Heimat- und Backhausverein" in Kirch-Göns.

Bestimmt wird das für die Empfänger ein Ansporn sein, sich weiterhin intensiv für die Mittelhessische Mundart und Kultur einzusetzen.

Unser Mundartfreund Rainer Nöllge, Schönbach, denkt jetzt mit vielen VEMuK-lern sicherlich: "Mir freue sich!"

 

21.11.2006:  VEMuK-Jahresabschluss am 18.11. in der Obermühle Braunfels

"Hallo, Ihr Läiwe vom VEMuK-Verein:

Klein aber fein! so betitele ich die anwesende Schar von Mitgliedern und Gästen, die zur Jahresabschlussfeier  im Marstall unseres Vereinsdomizils "Obermühle Braunfels" anwesend waren.

Sehr informativ, unterhaltsam und lustig vergingen die Stundes des Abends wie im Flug... "schodd, deäss die oannern ned do woan!"

Unter dem neuen großen Banner des VEMuK wurde ab 18 Uhr gemeinsam gegessen und genüsslich "Obermühlen-Spezialitäten" verzehrt. Aber dann wurden die VEMuK-ler doch unruhig und interpretarisch aktiv. Musikalisch umrahmt (natürlich mit als GEMA-frei geprüften Stücken) von Gerhard Keil und teilweise auch von Otto Balser, befassten sich viele unserer Mundartschwätzer mit mehr oder weniger wichtigen und aktuellen Themen der Tages und auch der Vergangenheit (sicher wird darüber im nächsten VEMuK-Heft mehr zu lesen sein).

Meine spezielle Erkenntnis des Abends: Eine 30-köpfige Gesellschaft, die in ihrem Gemüt und Herzen viel Freude verspürte, Sinn für Heimat, Mundart und Kultur hatte und schon heute - für das nächste Jahr ... einige Überraschungen im VEMuK erkennen lassen konnte.

Ich habe mich an diesem Abend sehr wohl gefühlt, denn die Darbietungen waren "klein aber fein".

Herzliche Grüße 

Eure Edith Anschütz"

(Text leicht gekürzt)

Liebe Edith,

herzliche Gratulation!!! Dein Beitrag ist der erste, der bisher von Mitgliedern für den Internetauftritt des VEMuK beim Redakteur eingegangen ist. Dafür ein besonders herzliches Dankeschön und ein freudschaftlicher Knutsch.


20.11.2006: Neues Vereinsheft

Hallo,

das neuste Vereinsheft des VEMuK hat die Druckerei verlassen. Wer am 18. zur VEMuK-Feier in Braunfels war, konnte es schon mitnehmen. Es enthält wieder schöne Gedichte, Berichte, Hinweise, Fotos und Vermerke zu Aktionen befreundeter Mundart- und Volkstanzgruppen.

Mitglieder bekommen das Heft natürlich zugestellt. Gerne senden wir Interessierten kostenlos ein Probeheft zu. Bitte melden Sie sich beim 1. oder 2. Vorsitzenden (siehe hier unter "Die Vorstandschaft").

 

10.-12.11.2006: MittelhessenSchau in Gießen:

Das war eine runde Sache! Wir durften Emil Winters Bücherstand mit benutzen, Bücher und CDs vom VEMuK und seinen Mitgliedern verkaufen - und natürlich lebhafte Gespräche führen. Über unserem Stand erstmals in der Öffentlichkeit das neue VEMuK-Banner!

Höhepunkt für uns war die 2 1/2-stündige, gut besuchte und von Emil Winter gekonnt moderierte Mundartveranstaltung mit etwa 200 sitzfesten und applausfreudigen Zuhörern und Laufgästen in Halle 6.

Von unserer Seite wirkten gerne mit: Manfred Anschütz, Hanni Engelhardt, Inge Höbel, Erika Nebeling, Otto Roos, Gerhard Keil und Otto Balser (und ihrem neuen elektronischen Begleiter), Friedhelm Siering mit Gittarr und "Maulorgel", die Mengerskirchener Stockbirnscher und die Kindertrachtengruppe aus Kirch-Göns. Nicht zu vergessen Manfred und Edith Anschütz sowie Marlit Hoffmann am Bücherstand.


29.10.2006 , ergänzt 7.11.2006 Hessen-Quiz

Schön, dass in den öffentlichen Medien vermehrt Sendungen mit Mundart produziert werden. Dabei merkt man, dass es oft sehr schwierig ist, das in Mundart gesproche Wort in der Schrift so nachzubilden, dass man die "Schreibe" auch korrekt sprechen kann.

Zum Beispiel war im Rahmenbericht ein Gerät genannt, mit dem man bei Backen die Backware in den heißen Ofen einbringt, eine Holzplatte an einer langen Stange. Die Textvorlage war wohl mit BACKSCHEISSER geschrieben, und daraus wurden dann allerhand kuriose Sachen abgeleitet. Bei BACKSCHEJSSER wäre man sicher schneller zum richtigen Ergebnis gekommen.

Übrigens, es gibt einige Bücher und Ausarbeitungen, die sich mit dem Schreiben von Mundart beschäftigen, teils hoch wissenschaftlich fundiert, teils einfach aus der Lautmalerei heraus. Hier darf ich mal ein sehr preisgünstiges Büchlein erwähnen, das mir als "Nichtplattschwätzer" sehr gut gefallen hat.

 

Walter Sauer: Wie schreibe ich Mundart? ISBN 3-937-46701-7

Dass längst nicht alle Mundartliteraten dem Inhalt voll zustimmen, ist keineswegs ein Mangel, sondern zeigt nur die Vielfalt unserer Meinungen. Vielleicht wird aber auch der eine oder andere in seiner Meinung etwas bestätigt.

 

21.10.2006: (Fotos im "Fotoalbum") Mundartabend im Museum Obermühle in Braunfels

Seit Jahren lädt unser Mitglied Elvira Lorenz in Braunfels im Oktober zu einem gemütlichen Beisammensein bei Apfelwein und Brezeln ein. Am 21.10.2006 war es wieder soweit. Und das wunderschöne Museum war bis auf den letzten Platz von fröhlich gestimmten Mundartfreunden besetzt.

Eingeladen hatte Frau Lorenz von der Buchhandlung am Schloss in Braunfels den Mundartdichter und Liedermacher Rainer Weisbecker aus Frankfurt, der mit seinen Mundart- und Liedvorträgen einen Abend gestaltete, den die Anwesenden lange Zeit nicht vergessen werden.

In authentisch eindeutiger Frankfurter Mundart gab er die eine oder andere heitere, aber auch ernste Begebenheit zum Besten, und die Zuhörer geizten nicht mit Applaus. Trotz großzügiger "Zugabe" war letztlich der Abend viel zu kurz, denn man hätte Rainer Weisbecker noch lange zuhören können. Da er aber auch literarisch tätig ist und viele seiner Lieder auf CD aufgenommen wurden, konnte man sich Bücher und CD mit nach Hause nehmen.

Herzlichen Dank, liebe Elvira, dass Du - wenn Du auch selbst nicht Mundart sprechen kannst - Dich so für die Mundart engagierst!

 

4.10.2006  (Fotos im "Fotoalbum") Herzlichen Glückwunsch unserer 1. Vorsitzenden Marlit Hoffmann!

Aus der Hand von Landrat Dr. Karl Ihmels und assistiert von Bürgermeister Eberhard Niebch erhielt in einer kleinen Feierstunde unsere 1. Vorsitzende für ihren langjährigen und vielfältigen gemeinnützigen Einsatz den

EHRENBRIEF DES LANDES HESSEN.

..."Wir können zwar den Lauf der Welt und die Entwicklung der Gesellschaft nicht aufhalten, doch zumindest diesen Teil der Kultur, der den vernünftigen Umgang der Menschen in Vereinen und Kommunalpolitik sichert, erhalten", so Ihmels weiter. Dies öffentlich auszuzeichnen sei besser als der erhobene Zeigefinger. In diesem Sinne überreichte er den Landesehrenbrief an Gerhild Marlit Hoffmann, die laut Landrat mit viel "Power" (Kraft) zu Werke geht und mit ihrer Arbeit auch sich selbst viel Freude macht...

"...Es ist wichtig, dass es Menschen gibt, die sich einsetzen, Menschen, die bereit sind, Zeit zu opfern und sich im Ehrenamt engagieren, da gerade Vereine eine wichtige Rolle in einer Kommune spielen "... so Bürgermeister Niebch.

MH ist Gründungsmitglied und 1. Vorsitzende unseres Vereins. In der Pferdewelt ist sie als Züchterin, Halterin, Ausbilderin, Instruktorin, Autorin... seit -zig Jahren im In- und Ausland bestens bekannt. Zudem ist sie 1. Vorsitzendes des Reit-, Fahr- und Zuchtvereins Daubhausen. Internationale und nationale Presse, Film und Fernsehen kennen sie und ihre Arbeit, ihre Fähigkeiten, Kenntnisse ...

Mögen Marlit Hoffmann noch viele Jahre erfreulichen und erfolgreichen Schaffens gegeben sein.


Vereinsausflug am 2. Sept. 2006 in den Vogelsberg   (Marlit Hoffmann)

Manfred Anschütz, unser "2.", hatte liebevoll eine Busreise in den Vogelsberg ausgearbeitet, die bei unseren Mitgliedern großen Anklang fand. 48 Mitreisende sollte der Bus an neun Stationen von Mengerskirchen bis nach Münzenberg einsammeln, und Manfred wollte als Reiseleiter die ganze Mannschaft humorvoll durch den Tag führen ... Sollte und wollte, aber es kam ganz anders: einige Tage vorher stolperte Manfred, dabei riss die Achillessehne, und auch der nach der OP angebrachte Gips machte ein Mitreisen unmöglich.

Aber dann lief alles doch noch nach Plan: Uwe Schmittberger, der am letzten Stopp zustieg, erklärte ab Münzenberg die Landschaft und deren Geschichte in humorvollen Worten, so dass alle aufmerksam zuhörten. Statt des geplanten Bummels durch Schotten fuhren wir über den geschichtsträchtigen Schottenring, von dem Uwe spannende Storys erzählen konnte (z.B. die von seinem Onkel, der als junger Mann wegen überhöhter Geschwindigkeit mit seinem Motorrad samt Beiwagen nach einer Kurve in der Dungstätte eines Bauernhofs sicher und sanft landete...).

Nach zweistündiger Rast auf dem "Hoherodskopf", von dem man eine tolle Aussicht und in den Gaststätten prima ortsübliche Speisen genießen kann, fuhren wir weiter zum Schloss Birstein. Dort erwartete uns die Hausherrin, Ihre Durchlaucht die Fürstin von Birstein-Isenburg, die uns durch ihr innen und außen liebevoll restauriertes Schloss
führte und bereitwillig die vielen Fragen beantwortete. Über das zum Abschied von Friedhelm Siering (ohne Gitta..) und den Stockbirnschern (ohne Quetsche..) vorgetragene Lieder freute sie sich herzlich und stellte sich gerne zu einem gemeinsamen Foto vor Schloss Birstein.

Mit einiger Verspätung trudelten wir dann im Gasthaus "Fuchsbau" bei Hans-Peter Langlotz in Merkenfritz ein, wo wir uns in den gemütlichen Fachwerkräumen gleich wohl fühlten. Bei einfacher, aber schmackhafter Kost und gepflegten Getränken verging die Zeit mit Verzählcher, Lachen und Gesang wie im Flug, und wir mussten leider schon viel zu früh aufbrechen. Ein schöner Tag bei gutem Wetter und hervorragender Stimmung ging zu Ende, und alle kamen wohlbehalten und rechtschaffen müde zu Hause an.

09.06.2006: So dichtete HPMüller (in 1982): Fußballfieber

Mei Nerve!!!

De Fußball geht merr an die Nerve!  Daß die sowas duhe derfe?  Fußballnervefieber habb ich,  Kerl ich komm merr vor wie dabbisch.

Un des is doch aach kaa Wunner,  Stimmung ruff un Stimmung runner,  heut das nächste große Grause:  Sin merr weiter, sinn merr drauße?

Merr lebt des ganze Jahr im Streß   un jetzt dann dadezu noch des.  Bibbrisch hockt merr vor sein'm Schobbe,  un manch Fraa rieft: "Kall! Mei Trobbe!"

Die Mannschaft um de Rummenigge,  die duht sich sicher weiterkicke: Bitte, bitte, fliecht net raus,  sonst wär mei Nervenfieber aus!

Moral: Weltmeister sei, des is net schwer,  Weltmeister wern - degege sehr!

07.06.2006: Marlit Hoffmann Hessenquiz und Mundart

Schon seit längerer Zeit läuft die erfolgreiche und beliebte Sendung „Hessenquiz“ im Fernsehen. Es ist schon toll, wie unglaublich viel man dabei über Hessen lernen kann. Ich bewundere die Kandidaten, die sich tapfer und gelassen den Fragen stellen, die mitunter ganz schön knifflich sind.

Natürlich freut es mich ganz besonders, dass so viele VEMuK- Mitglieder bei dem Mundartsatz mitwirken konnten. Auch das war ein Erlebnis; denn ursprünglich sollte jeder Interessierte wahlweise nach Kassel oder Frankfurt fahren, um dort „seinen Satz“ zu sagen. Aber schließlich konnten wir das Fernsehteam überreden, zweimal nach Braunfels zu kommen und dort viele Sätze aufzunehmen.

Welch ein Abenteuer; denn anfangs musste der Mundartsatz auch gleich noch ins Hochdeutsche übersetzt werden, was mitunter ein buntes Gemisch aus Hochdeutsch und Mundart wurde und deshalb viel wiederholt werden musste. Mancher Plattschwätzer geriet ordentlich ins Schwitzen (sofort eilte Julia Simon vom hr3 mit der Puderquaste herbei), wenn er seinen Satz schon einige Male aufsagte und dann plötzlich kein Wort mehr wusste.

Inzwischen konnte man im Fernsehen schon einige VEMuK-ler auf dem Thronsessel beim Hersagen der komplizierten Mundart- Wortgebilde am Ende der Hessenquiz- Sendung bewundern.


07.06.2006: Marlit Hoffmann 13. und 14. Mai 06: Museums-, Mundart- und Kulturfestival im Werdorfer Schloss

Eine gelungene Gemeinschaftsveranstaltung der Lahn-Dill-Akademie, des Heimatvereins Werdorf, des Mundartvereins VEMuK und der Werdorfer Hoingker lockte viele Besucher nach Werdorf. Und es gab allerlei zu sehen und zu hören.

 Zur Eröffnungsfeier spielte das Kammermusikensemble der Lahn-Dill. Akademie (Musikschule) so eindrucksvoll, dass um Zugaben gebeten wurde. Die Werdorfer Hoingker begeisterten mit ihren Volkstänzen im gemütlichen Schlosskeller und Emil Winter hielt einen spannenden Vortrag über Uznamen der Dörfer und Burschenschaften, die diese Spottnamen zu ihrem Markenzeichen machten. Der Aßlarer Bürgermeister Roland Esch begrüßte die Gesellschaft in hessischer Mundart und Frau Dr. Schaumberg von der Lahn-Dill-Akademie betonte in ihrer viel beachteten Ansprache, dass „wir alle ein gemeinsames Anliegen haben, nämlich die Bewahrung kultureller Vielfalt und Werte“.

Überall im Schlossbereich gab es spannende Aktionen, wie Bändchenweben, Klöppeln, Korbflechten, Spinnen, Sticken und Weben, aber auch einen Kulturhistorischen Ausflug auf den Hohen Westerwald und lustige Mundartvorträge der bekanntesten Hessischen Mundartinterpreten. Im Lebendigen Museum, dem Schloss von Werdorf, konnte man sich davon überzeugen, dass „das Feuer gehütet und nicht die Asche bewahrt wird“.

Die Garbenheimer Trachtentänze fanden ebenso viel Beachtung wie der Mundartnachwuchs der Dünsbergschule in Erda unter Otto Roos, Gerhard Keil und Otto Balser mit ihren kessen Mundartliedern. Abgerundet wurde das Festival durch ein historisches Dulges- Essen, das viele Erinnerungen an die Jugendzeit der Gäste wachrief.

Das Festival war eine gelungene Mischung aus Unterhaltung, Geschichte, Mundart und Musik und wird in seiner  Vielfalt noch lange in unserer Erinnerung bleiben. Marlit Hoffmann

 

22.05.2006: Brigitte Funk VEMuK-Treffen am 29.04.2006  in Greifenstein-Beilstein

Von alten Mauern, Hausnamen und dem „Jerusalems-Schneider“

In das am Fuße des Westerwaldes gelegene Beilstein führte das jüngste Treffen des VEMuK. Etwa 35 Mitglieder trafen sich zu einem von Ewald Heuser, Schriftführer des Heimat- und Geschichtsvereins Beilstein, geführten Rundgang durch den alten Ortskern von Beilstein, durch den Hundshof und die Schlossanlage.

Beilstein besteht aus drei Dörfern, nämlich Beilstein, Haiern und Wallendorf. Wallendorf ist der älteste Ort, schon im Jahre 774 urkundlich erwähnt. Hier lebten die Grafen von Walderndorf.

Der Ortsname Beilstein besteht seit dem Jahre 1129. Den Edelherren von Bilstein gehörte die (Hangwasser-) Burg. Von 1341 bis 1790 hatten die Nassauer-Oranier-Beilsteiner das Sagen auf dem Schloss. Die Grafschaft umfasste 44 Orte in sieben Kirchspielen. Die Schlosskirche wurde1614 bis 1616 unter Graf Georg erbaut. Da sie derzeit renoviert wird, konnten wir das sehenswerte Gebäude leider nicht betreten.

Ein Teil der Burg wurde 1812 zum Abbruch verkauft. Zehntscheune und Amtshaus waren bis 1908 Wohnstätte der Familie Becker. Inzwischen hat die Familie Rill das Anwesen übernommen und zum größten Teil aufgebaut. Wir bedanken uns, dass wir einen Blick in den inzwischen renovierten Rittersaal werfen durften.

Ewald Heuser gab auch originelle Details zum Besten: Der Uzname der Beilsteiner sei „Hisselstrebber“ (das Stehlen von Laub und Ästen als Viehfutter oder Streu nannte man „strebben“). Der Hausname „Morlisse“ kommt von Marie-Liese. Und einen Beilsteiner Schneidergesellen, der sich 1840 auf die Wanderschaft nach Jerusalem machte und zehn Jahre später zurückkehrte, nannte man daraufhin „Jerusalemsschneider“.

Auch die Geschichte der alten Mühlen in Beilstein lebte bei dem Rundgang wieder auf.

Die Landwirtschaft war der örtliche Haupterwerb. Bodenschätze wurden erst ab Anfang des 20. Jahrhunderts genutzt, nachdem sich die Verkehrsverhältnisse wesentlich verbessert hatten. Aus mehreren Tongruben und Basaltsteinbrüchen rund um Beilstein wurde das Material mit der Bahn ins Lahntal transportiert. Die markanten Beilsteiner Basaltsäulen sind in den Niederlanden und in Norddeutschland zur Deichbefestigung verbaut worden.

Vom Gehen und Sehen müde geworden, traf man sich zum Kaffeetrinken anschließend in der Gaststätte Held, wo unsere Beilsteiner Mundart-Aktivistinnen Brigitte Funk und Hanni Engelhard den nach alten Hausrezepten selbst gebackenen Kuchen servierten.

Lustige Geschichten und Gedichte sowie musikalische Eigenkompositionen (GEMA-frei) rundeten den kulturhistorischen Nachmittag ab, wobei natürlich die Geschichte der Gräfin Anna von Sachsen nicht fehlen durfte, die nach einem außerehelichen Fehltritt mit ihrem Rechtsberater Jan Rubens von 1572 bis 1575 zwangsweise im Beilsteiner Schloss leben musste.

Der VEMuK dankt allen, die an der Vorbereitung und Durchführung des Treffens beteiligt waren. Dank auch Helmut Dörr und Brigitte Funk, die uns diesen Bericht gaben. Fotos kommen später in der Fotogalerie.

Jahreshauptversammlung am 8. April 2006

Am 8. April 2006 begann um 19.00 Uhr im großem Saal im Brauhaus Obermühle in Braunfels unsere Jahreshauptversammlung 2006. Die 1. Vors. Marlit Hoffmann konnte 27 Mitglieder und fünf Gäste herzlich begrüßen.

Einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte war eine Satzungsänderung, mit der die Vergrößerung des Vorstandes und damit einer Arbeitsverteilung auf mehr Schultern erreicht wird. Wir haben ab 8.4.2006 nun noch die Funktionen des 2. Schriftführers und des 2. Schatzmeisters. Beide neuen Vorstandsmitglieder kommen aus dem Beirat und sind somit schon VEMuK-erfahren. Wir gratulieren Helmut Dörr und Ingrid Caracciola zu ihren neuen Funktionen im VEMuK und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit.

Damit unser Beirat seine vorgesehene Funktion auch ausüber kann, wurden die zwei frei gewordenen Plätze mit Gerhard Keil und Uwe Schmittberger besetzt. Auch hier konnten aktive VEMuK'ler gewonnen werden.

 

 

 

 

Verein zur Erhaltung der Mittelhessischen Mundart und Kultur ( VEMuK)