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AKTUELLES
26.07.201: Mundartbuch "Bachwatz vo Ome" von VEMuK-Vize Manfred Anschütz. Die Jugenderinnerungen und Erlebnisse von Manfred Anschütz, dem Bub vom Westerwald, sind nun in seinem neuen Buch auf über 200 Seiten veröffentlicht. Heute hat der Webmäächer das Buch bekommen und "in einem Rutsch" gelesen. Die vielen Gedichte und Geschichten in Mundart und Hochdeutsch sind einfach fesselnd!
Wo das Buch zu bekommen ist, sagt der Autor Ihnen gerne am Telefon (06441-5866). Manfred freut sich riesig über einen Anruf, denn er ist ja durch seinen Schlaganfall am 19.11.2009 immer noch stark in seinem Tun und Handeln eingeschränkt, aber auf dem Weg der Besserung.
24.05.2010: Hans-Peter Langlotz zur Matinee im Rosengärtchen in Wetzlar! Ja, das war eine wunderschöne und abwechslungsreiche Mundart-Matinee!. Der VEMuK hatte dem Kulturamt Wetzlar unseren Interpreten vermittelt, und der lief zu Bestform auf! Bei strahlendsten Wetter, und für manche schon wieder zu schön, sang, spielte und rezitierte HPL und zeigte sein vielfältiges Können. Die Zuschauer dankten es ihm mit viel Beifall. Und der VEMuK freute sich, dass sowohl von der Stadt Wetzlar, als auch von HPL Reklame für den VEMuK gemacht wurde.
23.05.2010: Maimänner unterwegs! Im Haubergsland an der oberen Dill (Lahn-Dill-Kreis/Hessen) ist es zu Pfingsten Brauch, dass ein mit frischem Grün unkenntlich Gemachter unter Begleitung der Jugend durch die Dörfer zieht und um Eier, Speck und Geld bittet. Diese Gaben werden dann gemeinschaftlich verzehrt. So am Pfingstsonntag bei herrlichstem Frühlingswetter bei unseren Freunden in Offdilln. Gab es zu Mittag Rührei mit Speck, Kartoffeln mit Dill-Sosse oder Würstchen vom Grill, so warteten auf die Kaffeezeit die leckersten Kuchen im liebevoll restaurierten Backes. Glückwunsch unseren Offdillner Mitgliedern und Freunden!
22.05.2010: Zustandsbericht vom "Mamfred": Es geht bergauf! Längst ist noch nicht alles wieder voll funktionsfähig, aber die Fortschritte sind nicht zu übersehen. Geduld!
5.01.2010: "Zustandsbericht" vom "Mamfred":
Unseren schlagangefallten 2. Vors. Manfred Anschütz hält es kaum noch im Bett! Einfach toll, wie sein Geist funktioniert. Das macht ihn aber auch zuweilen ungeduldig - für einen Menschen, der sonst täglich viele Kilometer wanderte, ist die krankheitsbedingte Zwangsruhe sehr stressig. Nun - Manfred ist inzwischen in der Reha in Braunfels, wo er entsprechend rangenommen wird. Und der eine oder andere VEMuK-ler kontrolliert seine Fortschritte.
Alle guten Wünsche, die uns auf der Vereins- E-Mail-Adresse erreichen, geben wir an Manfred weiter. Und er freut sich riesig darüber.
19.11.2009: Unser lieber "Mamfred", also der Zweiöbberschte des VEMuK, liegt im Krankenhaus.
Auf einer seiner Wanderungen ereilte ihn ein Schlaganfall. Zum Glück fand ihn kurz danach ein Vorübergehender und leitete alles Erforderliche ein. Geistig ist Manfred prima da, aber es wird noch längere Zeit dauern, bis er wieder an unseren Veranstaltungen teilnehmen kann.
Wir wünschen Manfred alles Gute, schnelle Besserung, völlige Genesung und ein fröhliches Wiedersehen beim Platt-Schwätzen!
Seiner Edith wünschen wir, dass sie diese schweren Tage gut übersteht und einen Mann voller Tatkraft zurück gekommt.
Ehemals Aktuelles
14.11.2009 um 19:00 Uhr: 10 Jahre Die Spätzünder Mundartlieder - Geschichten - Gebabbel off platt
...ein proppenvolles Haus, beste Stimmung, beifallfreudige Gäste und Vortragende, wie wir sie uns nur wünschen können. "Die Spätzünder" Annemarie Schmidt + Mechthild Vogel sowie Erika Nebling sorgten mit einem Feuerwerk von Lied- und Gedichtbeiträgen für einen dreistündigen Mundartabend, der so schnell nicht vergessen wird. Unterstützt wurden sie von Manfred Anschütz und Richard Jung, die dazu passende Gedichte und Prosa beisteuerten.
Vielleicht gibt es ja im kommenden Jahr wieder solch einen fröhlichen Mundartabend. Wir berichten, sobald wir was wissen.
24.10.2009, 15 Uhr: Butzbach, Buchhandlung Bindernagel - Verzählches unn mieh Er ist schon zu einer kleinen festen Adresse geworden, der mittelhessische Mundartnachmittag zum Katharinenmarkt in der Buchhandlung Bindernagel. Am Samstag, 24. Oktober, 15 Uhr, ist es wieder soweit. Freunde und Mitglieder des mittelhessischen Mundartvereins "VEMuK" laden ein zu zwei Stunden Geschichten und Gedichten, "Verzählches" und Liedern zum Thema "Des Läwe es bonndich un narrich". Beschrieben werden am Mundartnach-mittag allerlei Erlebnisse und Geschichten aus dem Leben, von der Geburt bis zum Tod, von Freude und Trauer, von Spaß und Ernst, von der Arbeit und vom "Faulsein". Auch ist ein Teil des Nachmittags dem Andenken an den kürzlich verstorbenen Heuchelheimer Mundartdichter Emil Winter gewidmet.
14.09.2009: hr4 bringt um 12:15 Uhr einen Nachruf auf Emil Winter
Mit hr4 arbeitet der VEMuK eng zusammen.Klar, dass er sofort nach Bekanntwerden seines Todes die hr4-Redaktion benachrichtigte. Mit vielen Original-Ton-Aufzeichnungen von seiner Feier zu 80. Geburtstag wurde liebe- und achtungsvoll an "unseren" Emil erinnert.
Danke, lieber hr4!
12.09.2009: Unser zweites Ehrenmitglied, der allseits hochgeschätzte, immer zu einem Späßchen aufgelegte Emil Winter ist verstorben. Diese Nachricht gab unser 2. Vors. Manfred Anschütz am 12.09.2009 um 21:51 Uhr.
Liebe Vereinsmitglieder,
heute hat mich die traurige Nachricht vom plötzlichen Tod unseres
Ehrenmitglieds Emil Winter erreicht. Wir sind sehr
traurig!
Hatten wir ihn noch zu seinem 80.Geburtstag froh umarmt (siehe Fotoalbum Seite 5), um ihm
gleichzeitig zur VEMuK-Ehrenmitgliedschaft zu gratulieren, so ist heute der
Schreck seines plötzlichen Todes um so höher.
Aber, Emil ist in seinem Bett und im Beisein seiner lieben Frau Lore, nach
einem Herzinfarkt verstorben, und somit tröstet uns der Gedanke, dass er in
seinem geliebten Zuhause und bei seiner Familie friedlich eingeschlafen ist,
und somit auch vor den Folgeschmerzen seiner akuten Krebskrankheit verschont
wurde.
Wir haben einen großen Freund und liebenswürdigen Menschen verloren, dessen
Wirken der Erhaltung der mittelhessischen Mundart in solchem Maß verbunden war,
dass wir IHN nie aus unserem Gedächtnis verlieren werden. Dass Emil gerne, laut
seinen Worten bei der Geburtstagsfeier zu mir, sein Erbe "Heimat- und
Kulturpflege" in unsere Hände vom VEMuK übergegeben hat, beweist, dass er
großes Vertrauen in unsere Vereinssatzung und die Zukunftsarbeit gesehen hatte.
Wir werden seine Worte ehren und achten!
Unsere herzliche Anteilnahme gilt seiner lieben Frau Lore
und der gesamten Trauerfamilie.
Die Beerdigung findet am Mittwoch um 14 Uhr auf dem Friedhof in Heuchelheim
statt.
Mit traurigem Gruß
Manfred Anschütz
2.Vorsitzender VEMuK
23.08.2009: Unser erstes Ehrenmitglied, unsere allseits geschätzte Margarete Steinhaus, verstarb am 17.08.2009. Unser 2. Vors. Manfred Anschütz hat den VEMuK bei der Trauerfeier vertreten.
Niederbiel,
22.August 2009
Unser herzliches Beileid, liebe Trauerfamilie Margarete Steinhaus,
liebe Trauergemeinde,
wir vom Mittelhessischen Mundartverein VEMuK sind sehr traurig, dass
unser Ehrenmitglied Margarete Steinhaus am 17.8.2009 verstorben ist. Sie war ab
1.Mai 2001 unser Mitglied und hat sich ab der ersten Stunde für unser
Bestreben, die mittelhessische Mundart und Kultur zu pflegen und zu erhalten,
eingesetzt. Ihre Gedichte, Erzählungen, literarischen Werke und öffentliche
Auftritte waren Ausdruck von großer Heimatliebe, nicht nur in unserem Solmser
Land, sondern auch in ihrer alten Heimat, dem Ebsdorfergrund bei Marburg, ihrem
Geburtsort und Hort ihrer Ahnen und ihrer Sprache.
Ich kann mich noch gut erinnern, als Margarete Steinhaus im Gasthaus
Obermühle in Braunfels von HR 4
Moderatorin Christiane Hillebrand interviewt wurde, und diese ihre zwei 3 und 4
Jahre alten Mädchen mitgebracht hatte und die auf Mamas Schoss saßen, als Margarete
in ihrem Ebsdorfer Platt erzählte, sodass alle beide Mädchen mucksmäuschenstill
den warmherzigen, ehrlichen und spannenden Worten lauschten, obwohl beide
sicher nicht Ebsdorferisch verstanden. Margaretes Ausstrahlung war eben von
einer besonderen Liebeswürdigkeit und Intelligenz. Auch wir VEMuK- Mitglieder haben
sie in besonderem Maße geachtet und verehrt. Durch ihre zahlreichen literarischen Werke,
die sie auch unserer Vorstandschaft zur Veröffentlichung in unseren
Mitgliedsheften und unseren VEMUK- Büchern zur Verfügung gestellt hat, hat sie
einen bleibenden Beitrag für unser aller Bemühung ERHALTUNG der MUNDART und
KULTUR geliefert, die auch im hessischen Staatsarchiv als bleibendes Zeugnis
ihres Wirkens hinterlegt ist.
Als ich mit meiner Frau im März dieses Jahres zum Vorgespräch für Margaretes
Ehrenmitgliedschaft in unserem VEMuK in ihrem heimeligen Haus auf dem Niederbieler
Dietrichshardt weilten, spürten wir noch immer ihre Liebe zur Sprache und
Heimat, zu ihrer Familie und ihren Freundinnen und Freunden in Niederbiel, und
auch vom Abschiednehmen von ihrem geliebten, verstorben Mann. Doch sie war müde
geworden. Und wir schenkten ihr die Aufmerksamkeit der Ehrenmitgliedschaft zum
Abschied, die sie mit großer Freude in Empfang nahm, weil sie wusste, dass wir
ihre Werke achten und ehren werden.
Wir werden unsere sehr verehrte Margarete Steinhaus aus unserer
weltlichen Mitgliedsliste streichen, aber durch ihre literarischen Werke wird
sie unsterblich sein.
Wir sind dankbar und froh zugleich, dass wir ihren Lebensweg ein
kleines Stückchen begleiten durften. Ihre Seele wird immer bei uns sein.
i.A. des Vorstandes
Manfred Anschütz, 2.Vors. VEMuK
19.07.2009: Prost Mahlzeit - Kloane Geschichte als Mundoartgedichte Erika Nebeling, Lahnau, Pharao-Verlag, 2009
Voo euser Iriga wieder eine herzerfrischende Arbeit. Hier ein kleiner Auszug aus dem 112-seitigen Büchlein
Die Morrie waaß sich se healfe
En de Kirch sasse die Leu,
so
wej jeden Sonndoag freuh,
oof de Bänk en Reih und Glied
un sange groad des Eangangslied,
als de Morrie aus de kloa
Gass,
dej neawich Schustesch Lenche sass,
die Noas ganz oirg oofing se
jucke.
Se deat sich schneall e bissje ducke
un reuselt en dem
Schozzesack,
wuu ihr sauwer Sackduch stack.
Owwer beim Eraushoan dann
deat woas viir des Lenche fann.
Doas wispet leis de Morrie
zou:
„Guck emoul, hej bei meun Schouh
leijt deu Gebess, heebs ganz
schneall off,
sonst dabcht oom Enn noch iemeds droff!“
Die Morrie bucht sich
fluccks enobb,
schnappt des Gebess mit ruurem Kopp
un schducht sichs woatluus
werre ean
– dann deare se die Predicht heann.
Nooch de Kirch, beim
Hoamweätsgieh,
froocht des Lenche die Morrie:
„Woas häälste dann med deum
Gebess
neuerdingss fier e Geschess?
Loss doch dehoam wanns dich
vedrejßt,
beviir dess noch oom Enn velejst!“
„Schwätz neat“, sääd deej,
„doas ess neat meuns,
doas ess doch eusem Opa seuns!
Der dout nemlich, wann aichs
vegeasse,
dohoam de Sonndoagsbruure fresse!“
29.06.2009: 70 Jahre Karl Hoffmann, der Webmäächer
Herzlichen Glückwunsch unserem unermüdlichen Webmäächer zu seinem 70. Geburtstag, alles Gute, Gesundheit und noch viel Freude beim Betreuen unsere Homepage.
Ob "euser Iriga" für ihn das nachfolgende Gedichtchen geschrieben hat??? Man könnte es fast glauben! (mit ganz kleinen Anpassungen vom Webmäächer)
Des Geburtstagsgedicht
De Opa woad sibzich, un zoalreiche Gäst
tummeln sich off seum Gebutsdoagsfest.
Die oa un die anner Reed woad geschwunge,
de Männerchor harrem drei Lieder gesunge
un de Tesch med Flasche, med Päckcher un Blomme
brach inner der riesich Last fast sesomme.
Seun Enkelche, viir Offreung ruud em Gesicht,
maschiert off de Bühn, das kloane Wicht
sollt des eschte Muel voanne ganz alloa
fier de Opa e koaz Gedichtche offsoa.
Dehom doo hat noch jed Weatche geseasse,
doch hej virr de Leu had's alles vegeasse.
Vieles schoß ihr etz dorch de Seann, nur's Gedicht,
doas fejl ihr ned mie ean.
Veläje es dej Kloane oom schlucke
und die eschte Träne gugge.
Doas sieht des Opa voo seum Platz
un lääft nooch voanne zu seum Schatz.
"Heul ned", sääre, "aich kenne doas,
aach aich vegeasse öfftesch woas.
Un außerdem seu ich mer sicher,
stieh en deun viele Märchenbicher
so manche schiene Vers'cher drean,
vielleicht fällt dr jo so oans ean.
Doo nickt das Kloa, ihr Aache straahn:
"Jo, oans doovoo huu ich behaan".
Un stolz, deas es doch eabbes woßt,
zietiert se med geschwellter Brost:
"Du armes Schwein, du tust mir leid,
du lebest nur noch kurze Zeit!"
im Juni 2009: Greifenstein - Denkmal- und Naturschutzpreis 2008 für den Heimat- und Geschichtsverein Offdilln
Auf Burg Greifenstein wurden jetzt die vom Lahn-Dill-Kreis gestifteten Preise für Denkmal- und Naturschutz vergeben. Herzliche Gratulation unserem Mitgliedsverein, dem Heimat- und Geschichtsverein Offdilln, der jetzt für seine hervorragende Arbeit geehrt wurde.
Landrat Schuster (VEMuK-Mitglied): Mit dem Denkmalschutzpreis will der Lahn-Dill-Kreis ein Zeichen für mehr Engagement bei der Erhaltung und Renovierung von Kulturdenkmalen und Altbauten in ihrem historisch gewachsenen Erscheinungsbild setzen und damit ein Stück Geschichte erhalten".
Der Verein wurde insbesondere für seine Belebung und Pflege des Haubergs (alte, ortsübliche Art der Waldbewirtschaftung) sowie von dessen Flora und Fauna geehrt. In dem einzigen Museumshauberg in Hessen wird gezeigt, wie in vergangenen Zeiten im Hauberg gearbeitet wurde...
Wenden Sie sich bei Interesse an der Arbeit des Heimat- und Geschichtsvereins Offdilln und an deren interessanten Veranstaltungen an die Vorsitzende Margot Weigl.
16.06.2009: Gottesdienst in vielen Sprachen in der kath. Kirche in Grünberg
Zu Pfingsten hatte
die kath. Kirche in Grünberg zu einem besonderen Gottesdienst
eingeladen, wurden doch die Texte in fast 20 Sprachen gelesen. Der
Gießener Anzeiger: "...Auf die Anregung, die Lesung auch in Mundart
vorzutragen, meldete sich (VEMuK-Mitglied) Friedel Hedrich, der die Lesung in oberhessischer Mundart vorbereitete und vortrug".
24.09.2008: Unser Mitglied Rose-Marie Schütz aus Ehringshausen stellt ihr neues Buch vor:
Dout's net vergeasse, wejs froier amol woar! Ein gut zu lesendes Buch, das in den Teilen "Verm 1. Krieg" und "Nochkriegszeire" (nach dem 2. Weltkrieg) viele inhaltreiche Mundartgedichte enthält.
Nähere Info unter: Rosemarie Schütz, Ehringshausen, Tel. 06443-3870
7.2.2008: Unser neues Mitglied Rita Mattern aus Beuern berichtet
Duo Kanapee … …singt und spielt „Sealbstgemochtes“ ... wir sind sehr gespannt!
Rita Mattern: Vir kurzem sei ich Mitglied gewuorn bei VEMUK.
Demet mer ies e bessche besser kennlearn, will ich Euch woas vo meiner Heimat Beuern e’zehn.:
Ies Derfche lejd im „Busecker Tal“ bei Gäjsse. Eens vo fünf Ordsdääle vo „Buseck“.
Beuern es so ca. 800 Juhr ald. Gefeierd hu mir dos jedenfalls in 2005! Es gob e’mol e Burch - die Burg Hagen - dej es owwer schun frojh, durch wos ach immer, zerstört woarn. Durch ies Tal fläjst de Kräwesbach. Deshalb säät mer ach “Beuern im Krebsbachtal“.
Geleäbt hu die Mensche frojer vo de Landwirtschaft und speeter vom Debbehandel. Es gab e poar Steebrech, in deene viele Leu geeärwet hu. Es wurd soguor mol Erz obgebaut e Zeit lang. Un e „Zichelhütt’“ gob's, wu, wej de Nome schun säät, Zichel gebraat wurde. Dos wäß ich ganz genau, do stammt mein Opa mütterlicherseits raus (Zichelersch), un es bess'che ach ich! Nadirlich gob’s ach die annern Handwerker, wej iwwerall: Schuster, Bäcker usw., usw.
Aus meiner Kendheät her kann ich mich noch beseann, wej mer des irschte Telefon gekrit hu. Mir harre e Geschäft deheem. Ich mußt immer in die Nochbeschaft laafe, im die Leu o’s Telefon se honn, fir dej bei ies o’geruffe wurd. Doss konnt ich domols goar nejt leire!
Mir harre in Beuern ach en ganz moderne Ortsfunk. Do hunk o manche Häuser en Lautsprecher, un die Sekretärin vom Burchermeester deät zou bestimmte Zeire alles Wichtiche durchsaa. Meestens fing dos merrem Radetzkymarsch o!!
Gespielt hu mir in iese karge Freizeit med Schejskern (Klicker), sei Rollschouh gelaafe owwer Schlettschouh im Wenter. Ich mußt deheem noch viel heälfe in de Kech bei de Modder, owwer ach schun im Geschäft beim Vodder (Steemetz).
Zoum Schluß noch e poar Beuern-typische schiene aale Mundoartworte:
Atzel/Elster, Beemchessträuß/ Flieder, breweln/ protestieren, e Schebbche mache/ Schmollmund, Gaiserieselcher/Gänseblümchen, huttche/schmuse, Kriemezwirn/ feines, dünnes Garn (sagte man aber auch zu einem etwas komplizierten Menschen), Mockeruuse/ Löwenzahn, Prisselachsuoss/Schnittlauchsoße, Schnuffelmock/neugierige Frau, triweliern/drängen, Zwulch/kleines Kind. So, dos soll schecke fir hau!
Ich sei irscht in 1951 geborn. So viel vo deene „goure“aale Zeire wäß ich net mie – nur vom e’zehn. Owwer ich wäß, dos Beuern e schie Därfche es und mer hej goud leäwe kann.
Un ich will hoffe, dos viele „Vemuker“ dos irchendwann emol seälwer, bei irchend em Festche, in Aacheschei nemme kenne. Eangeloare seid’er schun jetzt ganz herzlich!!
En läjwe Gruß vo de Lebbe Rita (Lebbe kimmt übrichens vo „Philepp“, so häjß mein Urgroßvodder väterlicherseits, un doss es iesen Dorfnoame).
Liebe Rita, herzlichen Dank für Deine lieben Zeilen und die Einladung. Ich denke, ein Grund zum Kommen wird sich sicherlich finden. Und wir freuen uns riesig, dass der VEMuK aktiven Zuwachs bekommen hat.
24.01.2008: Herbert Kaltwasser stellt im Rathaus in Hüttenberg aus
Herbert Kaltwasser kann prima Mundart schwätzen. Er kann aber auch mit dem PC und mit Mathematik umgehen. Es sind Beispiele digitaler Kunst, die er zurzeit im Rathaus Hüttenberg-Rechtenbach in der Reihe "Kultur lokal" unter dem Titel "Fraktale - Mathematik in Farben" zeigt.
Er beschreibt eines seiner hobbys wie folgt: "Die Fraktalkunst ist eine Unterform der digitalen Kunst und beschäftigt sich mit der Erschaffung von digitalen Bildern, die im Wesentlichen aus einer oder mehreren Fraktalen besteht.
Fraktale selbst sind die grafische Darstellung mathematischer Gleichungen, die der Computer in schöne Bilder verwandeln kann. Vor etwa 30 Jahren haben Mathematiker im Rahmen der Forschung über die Chaos-Theorie die Computerfraktale entdeckt, indem sie eine Kette von Zahlen und mathematischen Operationen immer wieder mit sich selbst rückkoppeln und grafisch darstellen ließen" - so Kaltwasser in der WNZ vom 29.01.2008.
Ein kleiner aber feiner Ausschnitt seiner Arbeit ist noch bis 11.März 2008 während der Rathaus-Öffnungszeiten zu sehen. Kommen lohnt sich, das haben die bei der Ausstellungseröffnung anwesenden VEMuK-ler festgestellt!
22.07.2007: Tag der offenen Hoftore in Weiperfelden
Es war einmal in einem kleinen Dorf im hintersten Zipfel von ....,
so hätte Asterix seine Erzählung über einen wunderschönen Tag bei Sonnenschein und Fröhlichkeit angefangen. Auch wir können von Met, Wildschwein und allerlei Köstlichkeiten berichten, denn überall in den Höfen gab es ein vielfältiges Angebot für Aug, Ohr und Schlund.
Das war eine tolle Sache, die sich die Weiperfelder, und auch unser Vorstandsmitglied Ingrid Carraciola, ausgedacht hatten. Das Dörfchen ist mit seinen rd. 270 Einwohnern zwar klein, aber die Hofreiten sind groß und bieten eine Menge Platz für die vielen Gäste, die zum Feiern und Mitmachen gekommen waren. Überall gab es was zu sehen, zu hören und zu verkosten. Und das Angebot war bodenständig und vielfältig.
In "Ingrid's Hof" war Gerhard Keil mit seiner "Kleinsten Kapelle" unermüdlich tätig, und auch die vielen VEMUK'ler ließen sich mit Vorträgen hören. Schade eigentlich, dass man diese familiäre und gemütliche Veranstaltung nicht bis zum Ende auskosten konnte.
23.04.2007: Autorenlesung in Braunfels
Unser Mitglied Elvira Lorenz hatte zum Welttag des Buches zu einer Autorenlesung eingeladen, und bei schönstem Frühsommerwetter konnte sie viele Gäste begrüßen und mit der überall ausgelegten Literatur erfreuen. Der VEMUK freut sich über ihren Erfolg und macht schon jetzt auf ihren Mundartabend Anfang Oktober im Museum Braunfels bei Apfelwein und Brezel aufmerksam (siehe sonstige Termine).
22.04.2007: HessenQuiz
VEMUK-Mitglied Manfred Anschütz hatte eine Fahrt nach Frankfurt zur Aufzeichnung einer Folge des HessenQuiz (mit Jörg Bombach) organisiert. Das war schon spannend, wie die Zuschauer auf die Sendung eingestimmt wurde. Natürlich kam auch die Szene mit dem "Plattschwätzer" auf dem Thronstuhl vor.
Und just am gleichen Abend in der ausgestrahlten Sendung HessenQuiz war "unser Mamfred" auf selbigem Stuhl zu sehen und durfte seinen Spruch loswerden. Hier ist er und seine "Übersetzung":
"Itz mach doch nedt su e Ambra, weje den poar derre Dännchen em BännÄbbelBeemche, däi deich beim Pligke stächche kinnde!" (Jetzt mach doch nicht so ein Wehklagen wegen der wenigen dürren Dornen am Stachelbeer-bäumchen, die dich beim Abpflücken stechen könnten!)
3.02.2007: Heimatabend des Heimat- und Geschichtsvereins Offdilln (Manfred Anschütz)
Im proppevollen Dorfgemeinschaftshaus von Haiger-Offdilln erlebten die Besucher ein wahres Feuerwerk an Mundartbeiträgen, das die 1. Vors. Margot Weigl vorbereitet hatte. Mit dem Partnerschaftsverein VEMuK traten verschiedene mittelhessische Mundartkünstler auf, die man sonst nicht im Raum Haiger-Dillenburg zu Gesicht bekommt. Otto Roos aus Hohenahr-Erda hatte die Moderation übernommen, Manfred Anschütz aus Wetzlar, 2. Vors. des VEMuK, strapazierte die Lachmuskeln mit lustigen Anekdoten , Erika Nebeling aus Lahnau-Atzbach las aus ihrem Mundartbuch "Köstlich serviert" herzerfrischende Gedichte vor, Friedhelm Siering aus Butzbach-Ebersgöns spielte auf der Mundharmonika und sang Mundartkompositionen aus der Wetterau zur Gitarre, und die "Mengerskirchener Stockbiernscher" erfreuten mit ihren frohen und melodisch klingenden Liedern die gut gelaunten Anwesenden.
Ein lokal bezogener Mundart-Sketch rundete die Vorträge ab, und eine Vorstellung alter "Haa"-Werkzeuge durch fünf junge Leute aus dem Nachbarort Wenkbach zeigten, dass man noch in vielen Orten Mundart spricht. Gemeinsam sang man in der vierstündigen Veranstaltung so manches "Offdillner Lied", und Bürgermeister Dr. Gerhard Zoubeck war offensichtlich beeindruckt davon, was Mundart auch in heutiger Zeit noch bedeuten kann.
13.01.2007: Marlit Hoffmann auf Sendung bei VOX "hundkatzemaus"
Bekanntlich ist unsere 1. Vorsitzende nicht nur in Sachen Mundart und Kultur aktiv, nein, seit fast 40 Jahren ist sie (ungelogen) weltweit ein Begriff für den Breitensport mit Pferden.
Am 24./25.10.2006 war über zwei volle Tage ein Fernsehteam von VOX in Daubhausen, um zwei Sendungen über Marlit's Pferde und ihre Arbeit mit ihnen ("Reiterspiele", "Handpferdereiten") zu machen. Die erste Sendung lief schon im Dezember, und unangekündigt kam heute die zweite. Und mit beiden Produktionen waren alle Beteiligten sehr zufrieden, auch wenn der Aufwand (siehe bei Köhlers) sehr groß war.
Wir gratulieren unserer 1. und ihrem Anhang.
12.01.2007: Christel + Jupp Köhler im Fernsehen!
Kaum waren die Fernsehleute aus Kölschhausen abgefahren, da gingen die Aufnahmen schon "auf Sendung". Sehr schön war die Reportage gemacht, und besser kann man sich eine Werbung für sein Hobby, sein Museum nicht vorstellen! Herzlichen Glückwunsch!
9.01.2007: hr Fernsehen bei unseren Mitgliedern Christel + Jupp Köhler in Ehringshausen-Kölschhausen
Vor vielen Monaten schon hatte MH dem Fernsehen einen Tipp gegeben: Nun wurde es ganz plötzlich wahr. Das hr-Aufnahmeteam unter der Leitung von Redakteurin M. Rohn war am 9.1.2007 für rd. sechs Stunden bei den Köhlers, um deren unermessliche Schätze im "Museums-Haus" zu filmen, zu moderieren und den Kommentar der beiden Köhlers aufzuzeichnen. Eine stressige Sache, denn die Menge der musealen Exponate machte die Auswahl sehr schwer.
Wie im Foto zu sehen, stärkten sich die Fernseh-Crew und die eingeladenen Gäste erst mal richtig bei frisch gebackenem Kuchen und selbst gemachter Wurst. Und dann waren die Fernsehleute unter sich. Überall vor dem Haus, im Haus, im Keller und wo sonst noch Ausstellungsstücke waren, da waren die hr Leute. Besonders interessierte die Feuerwehrsammlung von Jupp und die Puppensammlung von Christel.
Zu sehen sind von den 6 Stunden Arbeit bei den Aufnahmen im hr3 Fernsehen noch ganze 3 Minuten, und das am 11.1.2007 zwischen 18.50 Uhr und 19.15 Uhr. Also - einschalten!!!
Übrigens: Ein Besuch bei den Köhlers mit Museums-Besichtigung lohnt sich immer. Bitte den Termin telefonisch abstimmen. 06440-1339.
6.01.2007: "Unser" Emil Winter in hr4
Emil Winter hat bekanntlich in Heuchelheim (S)ein wunderschönes Heimatmuseum . Und da hatte er jetzt Besuch von hr4. Emil begleitete die uns gut bekannte Christiane Hillebrand bei einem akustischen Gang durch das Museum und erläuterte in seiner unnachahmlichen Weise in Mundart die vielen schönen Ausstellungsstücke. Das war eine tolle Kurzsendung zum Thema Heimatkunde und Mundart. Herzliche Gratulation und vielen Dank an die beiden Beteiligten.
Ja, das Museum ist einen Besuch wert! Schaut doch mal rein. Hier ist die Telefonnummer von Emil Winter, der nach Absprache gerne eine Museumsführung macht: 0641-61429
22.11.2006: Gratulation aus Berlin an unsere 1. Vorsitzende!
Bei den vielfältigen Aktivitäten verwundert es nicht, wenn unsere MH auch in Berlin bekannt ist!!!
"Sehr geehrte Frau Hoffmann,
zur Verleihung des Landesehrenbriefs im Oktober gratuliere ich Ihnen von ganzen Herzen.
In vielfältiger Weise haben Sie sich in den vergangenen vier Jahrzehnten um den Pferdesport verdient gemacht. Wie ich aus der Presse erfahren habe, war Ihr Engagement immer am Ziel Beitensport ausgerichtet. Ob als Autorin oder als Dozentin, Ihr Wirken in diesem Bereich ist beispielhaft und nicht genug wertzuschätzen. Dafür danke ich Ihnen.
Verbunden mit meinem Dank sind meine besten Wünsche für Ihr persönliches Wohlergehen, Zufriedenheit und Gesundheit.
Mit freundlichen Grüßen
Helga Lopez, Mitglied des Deutschen Bundestages"
Der Redakteur: Wir wissen ja, dass MH neben den Pferden auch im Bereich der Mundart überaus aktiv ist, im Bereich Pferde aber "weltweit" als Fachfrau anerkannt ist.
Damit wollen wir dieses Thema abschließen, doch wie heißt es auf der Home-Seite: ... Sie ahnen ja nicht, wie viel Lob wir vertragen können...
21.10.2006: (Fotos im "Fotoalbum") Elvira Lorenz und ihr Mundartabend im Museum Obermühle in Braunfels
Seit Jahren lädt unser Mitglied Elvira Lorenz in Braunfels im Oktober zu einem gemütlichen Beisammensein bei Apfelwein und Brezeln ein. Am 21.10.2006 war es wieder soweit. Und das wunderschöne Museum war bis auf den letzten Platz von fröhlich gestimmten Mundartfreunden besetzt.
Eingeladen hatte Frau Lorenz von der Buchhandlung am Schloss in Braunfels den Mundartdichter und Liedermacher Rainer Weisbecker aus Frankfurt, der mit seinen Mundart- und Liedvorträgen einen Abend gestaltete, den die Anwesenden lange Zeit nicht vergessen werden.
In authentisch eindeutiger Frankfurter Mundart gab er die eine oder andere heitere, aber auch ernste Begebenheit zum Besten, und die Zuhörer geizten nicht mit Applaus. Trotz großzügiger "Zugabe" war letztlich der Abend viel zu kurz, denn man hätte Rainer Weisbecker noch lange zuhören können. Da er aber auch literarisch tätig ist und viele seiner Lieder auf CD aufgenommen wurden, konnte man sich Bücher und CD mit nach Hause nehmen.
Herzlichen Dank, liebe Elvira, dass Du - wenn Du auch selbst nicht Mundart sprechen kannst - Dich so für die Mundart engagierst!
4.10.2006 (Fotos im "Fotoalbum") Herzlichen Glückwunsch unserer 1. Vorsitzenden Marlit Hoffmann!
Aus der Hand von Landrat Dr. Karl Ihmels und assistiert von Bürgermeister Eberhard Niebch erhielt in einer kleinen Feierstunde unsere 1. Vorsitzende für ihren langjährigen und vielfältigen gemeinnützigen Einsatz den
EHRENBRIEF DES LANDES HESSEN.
..."Wir können zwar den Lauf der Welt und die Entwicklung der Gesellschaft nicht aufhalten, doch zumindest diesen Teil der Kultur, der den vernünftigen Umgang der Menschen in Vereinen und Kommunalpolitik sichert, erhalten", so Ihmels weiter. Dies öffentlich auszuzeichnen sei besser als der erhobene Zeigefinger. In diesem Sinne überreichte er den Landesehrenbrief an Gerhild Marlit Hoffmann, die laut Landrat mit viel "Power" (Kraft) zu Werke geht und mit ihrer Arbeit auch sich selbst viel Freude macht...
"...Es ist wichtig, dass es Menschen gibt, die sich einsetzen, Menschen, die bereit sind, Zeit zu opfern und sich im Ehrenamt engagieren, da gerade Vereine eine wichtige Rolle in einer Kommune spielen "... so Bürgermeister Niebch.
MH ist Gründungsmitglied und 1. Vorsitzende unseres Vereins. In der Pferdewelt ist sie als Züchterin, Halterin, Ausbilderin, Instruktorin, Autorin... seit -zig Jahren im In- und Ausland bestens bekannt. Zudem ist sie 1. Vorsitzendes des Reit-, Fahr- und Zuchtvereins Daubhausen. Internationale und nationale Presse, Film und Fernsehen kennen sie und ihre Arbeit, ihre Fähigkeiten, Kenntnisse ...
Mögen Marlit Hoffmann noch viele Jahre erfreulichen und erfolgreichen Schaffens gegeben sein.