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UNSERE JUGEND
An dieser Stelle wollen wir unserer Jugend ein Forum bieten und Informationen geben. Es liegt an Euch, wie ihr das nutzt und damit zeigt, dass auch die heutige Jugend die mittelhessische Mundart und Kultur pflegt.
Wir sind riesig gespannt auf eure Berichte, Nachrichten, Fotos ... Hier die schnelle Verbindung: Karl@Hoffmann-Daubhausen.de
8.10.2009: Ebersgönser Jugendtheater probt neues Stück
(Helmut Dörr)
"Wu hie mer eam Klunger Kall?" heißt das neue Lustspiel in heimischer Mundart, das im Moment vom Ensemble des Jugendtheaters der Laienspielschar Ebersgöns (unser Bild) einstudiert wird. Das Jugendtheater Ebersgöns ist eine er wenigen Wetterauer jungen Bühnen, die den jahrhundertealten bäuerlichen Dialekt der Region noch beherrscht. Aufgeführt wird es am Samstag, 7. November, 19.30 Uhr, und Sonntag, 8. November, 16.00 Uhr, in der Turnhalle des TSV Ebersgöns. Der Kartenvorverkauf findet im Dorfkrug Ebersgöns, Tel. 06447-585, statt oder beim 1. Vorsitzenden Edgar Tögl, Tel. 06447-6231. Das Einstudieren der Texte macht dem Ensemble viel Freude, die gewitzten Redewendungen auf "original Ebersgönserisch" versprechen viel Heiterkeit im Publikum. Die Leitung haben Norbert Zörb und Corina Wedemann. Zur Handlung soll noch nichts verraten werden, nur das: eine überraschend an den unmöglichsten Orten auftauchende Leiche stiftet reichlich Verwirrung. Unser Bild zeigt das Ensemble mit (hintere Reihe, von links): Jonas Heil, Michael Schmidt, Pascal Rühl, Norbert Zörb, Jessica Heil sowie (vorne von links): Frauke Schiffner, Cora Rüttinger und Tonia Hysky. bd/Foto: Dörr
24.02.2007: Laienspielschar 1947 / Ebersgönser Jugendtheater (Helmut Dörr)
Sehr stolz ist der Vorstand der Laienspielschar 1947 Ebersgöns auf die Leistungen seines Jugendtheaters bei der Aufführung der Komödie "Psychostress und Leberwurst" an zwei Abenden im November 2006 in der TSV- Turnhalle. Das Ensemble befindet sich im vierten Jahr seines Bestehens und setzt sich aus jungen Leuten aus Ebersgöns, Oberkleen, Kirch-Göns und Hochelheim zusammen. Alle sind von frühester Kindheit Dialektsprecher und haben die Mundart praktisch mit der "Muttermilch" aufgesogen. Die stets ausverkauften Aufführungen sind eine Werbung für das Laientheaterspiel und vor allem für die heimische, mittelhessische Mundart. Damit tritt das Jugendtheater in die Fußstapfen der 60 Jahre alten Laienbühne, denn die Erwachsenen spielen seit 1995 erfolgreich Dialektstücke.
Der Gebrauch der Mundart ist offenbar doch nicht so abgeschrieben und in den Hintergrund gerückt, wie es angesichts des Vorherrschens des Hochdeutschen im öffentlichen Leben den Anschein hat. Aus allen Ortschaften rund um Ebersgöns und auch von weiter her kam das Publikum, in dessen Reihen sich erstaunlich viele junge Leute befanden. "Psychostress und Leberwurst" mag vielleicht ein etwas ungewöhnlicher Titel für eine Dialektkomödie sein. Aber sie kam gut an. Die Mitglieder des von den erfahrenen erwachsenen Aktiven Corina Wedemann und Norbert Zörb geleiteten Jugendtheaters glänzten mit humoristischen Dialogen in Mittelhessisch und ergänzten die ulkigen Wortwechsel auf der Bühne um einige bildkräftige Ausdrücke aus dem heimischen Idiom. Mitwirkende sind Christoph Arnold, Bianca Wedemann, Christian Weber, Daniel Schmidt, Tobias Schmidt, Christian Vogel, Jörg Scholl, Pascal Rühl, Frauke Schiffner, Michael Gillmann und Petra Schinkel. Souffleuse ist Nicole Bongaerts.
Aus der Sicht des "Webmächers" mit ein Grund für die vollen Aufführungen ist auch das nachfolgende gemütliche Beisammensein im blitzartig umgeräumten Saal, wo sich Aktive und Gäste angeregt (fast) nur in Mundart unterhalten!
23.02.2007: Mundartgruppe der Schule Dillenburg- Frohnhausen (Sybille Holighaus-Sauer):
Hallo Marlit,
so hau moje worn bes of aan endlich emo all do. Iem Ohang schegge aich wos Geschröwwenes on e Bild.
En schiene Dog
Sybille
"Also wir, Lina, Julia, Kathrin, Steffi, Lisa, Doreen, Mareike und Adrian machen jetzt schon fünf Jahre bei der Mundart AG der Schule am Brunnen in Dillenburg-Frohhausen mit.
Wir freuen uns auf jedes Treffen. meistens haben wir einen Auftritt vorzubereiten. Im Moment üben wir für einen Großauftritt im März. Das Stück dauert fast eine Stunde. Dafür üben wir schon ein halbes Jahr. Nächste Woche ist Kostümprobe. Da freuen wir uns schon drauf.
Es geht darum, dass im Märchenland alles durcheinander geraten ist.
Und wir, Tim, Joe, Noah, Tom, Selina, Kathleen, Lara und Carina sind noch nicht so lange dabei. Wir lassen uns die Texte immer von unseren Eltern vorlesen und lernen sie so auswendig. Das macht total viel Spaß. Aber am meisten freuen wir uns auf unseren großen Auftritt."
Ets wösst er schon mol z wichdichsde vo eus.
26.01.2007: Kinder der Dünsbergschule Erda zum Thema "Warum bin ich in der Mundart-AG?"(Umfrage von Otto Roos)
Joana: "Ich gehe in den Mundart-Unterricht, weil ich die Sprache, die früher die Menschen gesprochen haben, lernen möchte. Manche Leute sprechen heute noch so wie früher (wie auch mein Vater und meine Großeltern). Es ist interessant, weil Otto Roos einen sehr anschaulichen Unterricht macht und auch über unsere alte Heimat viel erzählt... Ich wollte schon immer von meinen Großeltern das Platt reden erlernen, aber in der Gemeinschaft mit anderen Kindern macht es mir natürlich noch viel mehr Spaß..."
Anna: "Mir macht es Spass Mundart zu lernen und zu sprechen, weil - ich die Gruppe der Kinder und meinen Mundartlehrer, Herr Roos, sehr nett finde, - es was Besonderes ist, nicht wie Mathe, Deutsch oder Sachkunde - ich die älteren Leute hier besser verstehen kann, wenn sie sich unterhalten -weil kaum noch jüngere Platt sprechen können."
Judith: "Ich bin in der Mundartgruppe, weil wir auftreten und weil ich die Leute, die so reden, dann auch verstehe. Außerdem reden wir zu Hause nicht so, deshalb ist es für mich wie eine andere Sprache."
Sebastian: "Ich gehe zur Mundart, weil ich wissen will, wie die Leute früher gesprochen haben. Und es macht mir dort sehr viel Spaß."
Laura: ..."Ich spiele gerne bei Theaterstücken mit... Als Otto Roos uns im Schulchor fragte, ob wir Lust hätten mitzuspielen, sagte ich natürlich nicht nein."
Clarissa: "Weil mein Papa und mein Opa platt reden können und meine Mama nicht, obwohl sie es gerne gelernt hätte. Ich selber möchte die Chance nicht verpassen, es zu lernen, und weil mein Bruder gute Erfahrungen beim Otto gemacht hat... Mir macht das Schönschreiben (Sütterlin u.s.w.) sehr viel Spaß, und natürlich auch das Plattschwätzen und Auftreten..."
Otto Roos ist nicht mehr. Er starb am 5.4.2008 während einer Vortragsveranstaltung. Hoffen wir, dass sein Werk fortgesetzt wird!
24.01.2007:"Hoingker-Kinder" (Christel Best, Aßlar)
Kindertanzgruppe der Tanz- und Mundartgruppe "Die Hoingker" im Verein für Heimatgeschichte 1980 Werdorf e.V.
Die Gründung der Kinder-Volkstanzgruppe "Hoingker-Kinder" war am 25. Januar 2000. Die Ausbildung haben Christa und Horst Sussmann übernommen, die selbst bei den "Hoingkern" aktiv sind. Mit sehr viel Spaß findet jeden Dienstag im FC-Heim in Werdorf am Sportplatz zwischen 18 und 18.45 Uhr die Tanzstunde statt. Anfänger sind herzlich willkommen.
Mussten am Anfang zunächst die Grundlagen des Volkstanzes erlernt werden, so gehören jetzt schon über 15 schwierige Volkstänze zum Repertoire. Und -"Plattschwätze" - und singen können sie auch! So trägt z.B. Laura Heinz mit ihrem Akkordeon das Lied "Seuste net die Säu em Gode" vor, und Caroline Hepp berichtet wie folgt aus der Schule:
Des Fritzche, eh klo Knipsche aus de Schul kimmt ins Stibsche
zur Motter getobt, "Hauw word asch gelobt".
Die Motter tät frage: "Ei wos tät er dann sage"?
"Ihr Schofsköpp, ihr Schoode, ihr seid all' Idiote,
voh jeher gewäst, und de Fritz ist de Größt".
Die Kindertanzgruppe zeigt bei ihren Auftritten immer wieder, dass auch die Jugend Spaß am alten Brauchtum hat - und sie begeistern ihr Publikum. Sie tanzen in einheitlicher Kleidung, angepasst an die der Tanzgruppe der "Hoingker", in der Solmser Sommertracht in schwarz und weiß mit roten Tüchern.
1.12.2006: Anerkennung aus Wiesbaden
Das war für unsere "Erste" so, als hätte sie das Geld selbst bekommen: Schöne runde 500,00 Euro für die Jugendarbeit im VEMuK hat sie auf ein Schreiben an die Kultusministerin Karin Wolff in Wiesbaden zugesagt bekommen mit der Auflage, es für die Jugendarbeit im Verein zu verwenden.
Die erbetene schnellste Benennung der Empfänger wurde im Vorstand abgeklärt und noch am gleichen Tag mit Verwendungsvorschlag nach Wiesbaden gemeldet:
Je 125,00 Euro sollen erhalten: Otto Roos für "seine" Mundartkinder von der "Dünsbergschule" Erda, Sybille Holighaus-Sauer für die Mundartgruppe der Schule Frohnhausen sowie die Jugendtrachtengruppen der "Hoingker" in Werdorf und des "Heimat- und Backhausverein" in Kirch-Göns.
Bestimmt wird das für die Empfänger ein Ansporn sein, sich weiterhin intensiv für die Mittelhessische Mundart und Kultur einzusetzen.
Unser Mundartfreund Rainer Nöllge, Schönbach, denkt jetzt mit vielen VEMuK-lern sicherlich: "Mir freue sich!"